das ende der angst

das ende der angst
am dämmernden fenster
müde erwartend

sie aber dauert 
am ende des lichts
wolkenbeladen

vergißt sich beinahe
stundenkurz hell 
im ende des wartens


was war

erst was war
scheint nah
was ist
zerströmt
werden trügt
erst was war
schöpft atem
beweint
was erst war


dunkel

es ist dunkel
wie das licht
beweist


wie es ist

es zu nehmen
wie es ist
macht leichter
ist schwerer


am morgen im elternhaus

morgen schleicht träge
ahnt nicht den pochenden lärm
als hielte die zeit


anprobe am morgen

an so einem morgen
ist mein leben
eine nummer zu groß

beim messen der kräfte
fehlen die besten

der im spiegel
passt mir nicht

ich mache eine schlechte figur

an so einem tag
bin ich mir 
eine nummer zu klein

ich probiere mich an
bis ich zu passen scheine
in diesen tag

durch den ich schleiche
im zu bunten
kostüm


kämpfer

das leben ein kampf
doch nur gegen die kämpfer
ohne kämpfer kein kampf


allein

wenn ich allein bin
kann ich mich nicht mehr finden
weil ich dich suche


ernst

du lächelst mich an
ich spüre es ist dir
ernst


das wichtige

schreit das wichtige
auf dich unablässig ein
darfst du nicht schweigen


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